RÜGEN 2005

Es ist Ende April - die Natur erwacht in diesem Jahr etwas spät ... und die Liebe des Menschen zur Natur erwacht fast gar nicht. Nur der NABU, der BUND MV, Bündnis 90/Die Grünen RÜG/HST, der ADFC und einige Bauern, denen wegen der B96n Enteignung droht, sowie einige, zu wenige Naturfreunde (und wir: die www.sorgenkind-ruegen.de) wehren sich gegen die ungeheuren Naturfrevel auf Rügen.
Bei Pantow fiel der Wald links und rechts der B 196, bei Buhlitz wurde unser "Volks-
vermögen - der Wald" systematisch vernichtet. Die Felder einiger Bauern um den Schmachtersee herum, werden mit fragwürdigstem Schlamm aus dem See übergossen, so dass die Wintersaat, die gut aufgegangen war, nun ersticken kann.
Auf Rügen sollen Hunderte große Alleebäume wegen der "Größenwahnsinns-Straße" B96n fallen, das Panorama der alten Hansestadt Stralsund wird unter der Wuchtigkeit der Brückenkonstruktion über den Strelasund zum Zwerg werden und die geplanten Brücken, Zufahrten und Aufschüttungen werden unsere Insel optisch und organisch schwer schädigen.
In einem halben Dutzend Gemeinden weigern sich die Bürgermeister Baumschutz-
satzungen einzuführen, Dranske wurde von "Todholz" befreit das mit Fördergeldern gepflanzt wurde und jetzt herrlich grünen würde, die 2 gesunden Kastanien von Zirkow, die sinnlos fielen, wurden bis heute nicht durch Neupflanzungen ersetzt, die lt. Gerichtsurteil erfolgen müssten.
Der Riesen-Parkplatz vor Sellin, für den sinnlos zahlreiche über hundertjährige Eichen fallen mussten, döst ohne Autos vor sich hin, weil der Tourist klüger ist als das "Parlament von Sellin", das glaubt, der Kleinbahn-Fahrende startet in Sellin, stellt dort sein Fahrzeug ab um abends ein Dutzend Euros Parkgebühr zu hinterlassen. So kann man Fördergelder zur Luftnummer machen - sie lösen sich in Luft auf.
Wir waren einst eine Insel, die "nur" durch ihre Natur berühmt wurde. Heute verscherbeln wir das Tafelsilber, lichten ständig unsere berühmten Alleen aus, radieren Hecken und Grünstreifen weg - ohne Rücksicht auf Kleintiere zu nehmen und an kommende Stürme zu denken - fällen gesunde und Sauerstoff produzierende Bäume in den Ortschaften und verbauen (versiegeln) unentwegt unsere Landschaft. Wann erwacht der Bürger und begreift, dass er nicht nur seine Zukunft "versiegelt", sondern auch die seiner Kinder...